Fußball gegen Homophobie
Am 19. Februar 2010 startet die Justin Campaign diee Initiative Fußball gegen Homophobie, um auf Homophobie im Amateur/innen- und im Profifußball aufmerksam zu machen, um Vereine, Spieler/innen und Fans im ganzen Land zu vereinen und durch Zuhilfenahme des Fußballs Bevölkerungsgruppen im Kampf gegen Hass und Diskriminierung im weltweit beliebtesten Sport zusammenzubringen.
Die Aktivisten nahmen auch an der FARE Networking-Konferenz „Fußball für Gleichberechtigung: Bekämpfung von Rassismus und Homophobie in Europa” teil. Ein Jahrzehnt nach der Gründung des Netzwerkes „Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE)“ in Wien, schloss die Justin Campaign sich über 100 Aktivist/innen, Fans, Fußball-Manager/innen, Spieler/innen, politischen Entscheidungsträger/innen und Expert/innen aus 28 europäischen Ländern in Österreichs Hauptstadt Wien an, um die Zukunft des FARE-Netzwerks auszuarbeiten.
In ihrer Eröffnungsansprache brachte die MdEP Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der LGBT Intergroup des Europäischen Parlaments ihre Zufriedenheit darüber zum Ausdruck, dass FARE sich zum ersten Mal so öffentlich im Rahmen einer Konferenz mit Homophobie befasste.
Im Fußball , sagte Ulrike Lunacek, ist es klar, dass es unter den Fußballspielern auch schwule Männer gibt – jedoch outen sich nur wenige von ihnen. Justin Fashanu war einer davon: Ein Schwarzer und gleichzeitig schwul. Er konnte sein Potential aufgrund der Angst, aufgrund der Reaktionen und aufgrund der Vorurteile nicht vollständig entfalten und beging Selbstmord. Deshalb ist es so wichtig, gegen diese Angst anzuarbeiten, offen zu sein, die Oberfläche und das Schweigen zu durchbrechen.
Jason Hall, einer der Gründer der Justin Campaign sagte: Es ist wichtig, dass sich alle von Vorurteilen und Diskriminierung betroffenen Gruppen im Kampf gegen den Hass zusammentun. Diese Konferenzen sind wichtig, um sicherzustellen, dass die richtigen Leute in derartige Diskussionen miteinbezogen werden. Jedoch sind es die darauf folgenden Handlungen, die wichtig sind.
Es sind die Handlungen, die zählen
Nachdem sie ihre Partner/innen und Befürworter/innen angehört haben, sind die Aktivist/innen der Justin Campaign der Meinung, dass zur wirkungsvollen Bewältigung der Homophobie im Fußball gemeinsame Aktionen aller darin Eingebundenen nötig sind, um den Personen, die homophobe Beleidigungen und Beschimpfungen von sich geben, die Botschaft zu übermitteln.
Die Justin Campaign beabsichtigt, dass Fußball gegen Homophobie am 19. Februar zu dem Tag wird, an dem Einzelne, Gruppen, sowie internationale Teams und Vereine jedes Jahr ihr Missfallen bezüglich der Homophobie im Fußball zum Ausdruck bringen können, indem sie unter dem Banner von Fußball gegen Homophobie feiern.
Der Start der Kampagne in Großbritannien fällt dieses Jahr auch mit dem LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) History Month, einem ganzen Monat voller Aktivitäten zusammen, während dessen Leben und Errungenschaften der LGBT-Gemeinschaft gefeiert werden.
Die Justin Campaign und FARE hoffen, dass sie diesen Tag unterstützen können und somit sicherstellen, dass diese Initiative eine maßgebliche Veränderung der Einstellung gegenüber und Behandlung von LGBTs im Fußball zur Folge hat.
Um die Kampagne zu unterstützen, müsst ihr kein Fußballfan sein und auch keiner sportlichen Vereinigung angehören.
Möglichkeiten für Profifußballvereine, ihre Unterstützung für Fußball gegen Homophobie zu zeigen:
• Übernehmt das Logo und benutzt es zusammen mit einer Botschaft der Unterstützung auf der Website des Vereins.
• Zeigt das Logo an Spieltagen auf Bildschirmen rund um das Stadion.
• Nehmt das Logo und Informationen für Fans und Befürworter/innen in euer Spieltags-Programmheft auf.
• Stellt sicher, dass Schilder, die homophobe Äußerungen und Beschimpfungen in eurem Stadion verurteilen, gut sichtbar angebracht sind.
• Informiert Fans über die Initiative, indem ihr sie an Spieltagen während der Halbzeitpause über die Lautsprecher verkünden.
• Stellt Mitarbeiter/innen dazu ab, an Spieltagen Fußball gegen Homophobie-Flyer zu verteilen.
Möglichkeiten für kleinere Fußballvereine, ihre Unterstützung für Fußball gegen Homophobie zu zeigen:
• Organisiert ein Match oder vielleicht sogar ein Turnier in eurer Gegend, und werbt mittels des Fußball gegen Homophobie-Logos dafür.
• Verbreitet diese Botschaft und Neuigkeiten über Fußball gegen Homophobie an andere kleinere Fußballvereine in eurer Gegend weiter.
• Nehmt das Fußball gegen Homophobie-Logo in euren Newsletter auf und präsentiert die Initiative kurz mittels einer Botschaft der Unterstützung.
Möglichkeiten für nicht im Fußball angesiedelte Vereinigungen, ihre Unterstützung für Fußball gegen Homophobie zu zeigen:
• Ladet das Fußball gegen Homophobie-Logo auf Ihre Website hoch, erläutert kurz den Zweck dieser Initiative und fügt eine Botschaft der Unterstützung hinzu.
• Nehmt einen Artikel über Fußball gegen Homophobie in den Newsletter eurer Organisation auf.
• Stellt der Justin Campaign das Logo eurer Organisation sowie Details über diese zur Verfügung, damit wir sicherstellen können, dass diese Informationen auf unseren Kampagnematerialien erscheinen.
• Verbreitet diese Botschaft und Neuigkeiten über Fußball gegen Homophobie an andere Organisationen, Gruppen, Fußballvereine sowie an die Medien in eurer Gegend weiter.
• Unterstützt lokale Vereine bei der Organisation von Fußballspielen, Turnieren, Talentwettbewerben, Quizzen oder anderen thematisierten Veranstaltungen in eurer Gegend, um Fußball gegen Homophobie zu feiern.
Die Aktivist/innen der Justin Campaign beantworten gerne Fragen bezüglich des Starts der Initiative, unterstützen euch bei der Realisierung eurer möglichen Ideen dazu, wie ihr Fußball gegen Homophobie feiern könnt und stellen euch Werbematerialien, wie z.B. Poster und Flyer zur Verfügung.
Mittels der Website: www.thejustincampaign.com
Mittels E-Mail: justincampaign@gmail.com
The Justin Campaign
19 Januar 2010
< < <
|
 |
Aktuelle Meldungen
|