Rassistische Beschimpfungen gegen einen Spieler der Gegenmannschaft – Ein argentinischer Spieler wurde festgenommen14 April 2005

RIO DE JANEIRO – Rassistische Beschimpfungen gegen einen Spieler der Gegenmannschaft. Mit dieser Begründung hat die brasilianische Polizei Herrn Leandro Desabato, einen argentinischen Spieler von Quilmes, festgenommen. Die Festnahme erfolgte nach dem Spiel der Coppa Libertadores (die lateinamerikanische Champions League) San Paolo gegen Quilmes, das mit dem Sieg von San Paolo mit 3-1 endete.

Es ging um das, was gegen Ende der ersten Halbzeit geschah. Desabato fing eine Auseinandersetzung mit dem brasilianischen Stürmer Grafite an. Zwischen den beiden muss ein recht heftiger Wortwechsel entstanden sein, und wahrscheinlich hat der Argentinier rassistische Bemerkungen gemacht. Grafite hat seine Hände auf das Gesicht von Desabato gelegt und wurde zusammen mit Carlos Arano, einem weiteren Spieler von Quilmes, vom Spielfeld verwiesen. Gegen Desabato wurde hingegen keine Strafmaßnahme ergriffen.

Am Ende des Spiels explodierte eine Debatte. In den Umkleideräumen entfachten sich starke Unruhen, bis die Polizei eingriff, die Desabato vor allen anderen wegbrachte. Auch Grafite wurde zum Polizeipräsidium gebeten, um seine Aussage zu machen.

Der Trainer von Quilmes beschwerte sich sehr über die Art, mit der das Ganze geregelt wurde: „Dieses Chaos war überhaupt nicht notwendig. Das Spiel beginnt und endet mit dem Schiedsrichterpfiff. Ich hoffe, dass wir die brasilianische Mannschaft beim nächsten Mal in Argentinien besser behandeln werden“.

(Quelle: Repubblica)