Nur noch Stunden bis zum Start: Ein Ziel… Rassismus aus dem Stadion zu schießen!07 Oktober 2005

Es sind nur noch Stunden, bis die bisher größte antirassistische Initiative im europäischen Sport beginnt.

Vom 13. bis zum 25. Oktober 2005 steht die europäische Fußball-Community bereits zum sechsten Jahr hintereinander gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung. Das Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) koordiniert dabei viele Aktionen, die u.a. von Fangruppen, Fußballvereinen und -verbänden, Bürger- und Migrantenorganisationen, Initiativen gegen Diskriminierung sowie Schulen veranstaltet werden. Während in der letzten Saison Aktivitäten gegen Rassismus in 33 europäischen Ländern durchgeführt wurden, werden dieses Jahr insgesamt 35 Länder vertreten sein.

Auch in diesem Jahr bietet FARE eine finanzielle Unterstützung für Basisorganisationen aus ganz Europa an, damit im Rahmen der Aktionswoche antirassistische Aktivitäten wie. z.B. die Herstellung von Infomaterial, die Organisation von Fußballspielen und -turnieren mit antirassistischer Botschaft und unter Teilnahme von ethnischen Minderheiten sowie die Durchführung von speziellen Fanchoreografien durchgeführt werden können.

Die Champions League während der FARE Aktionswoche

Im Rahmen der UEFA-Kampagne „Unite Against Racism“ wird der europäische Fußballverband während der FARE-Aktionswoche die Gelegenheit wahrnehmen, bei den Spielen der europäischen Königsklasse – der UEFA Champions League – Stellung gegen Rassismus zu beziehen.

Am 18. und 19. Oktober (3. Spieltag) werden bei allen 16 Begegnungen der UEFA Champions League die größten Stars in Europa die antirassistische Botschaft untermauern. Alle Mannschaften werden aufs Spielfeld von Kindern begleitet, die T-Shirts mit der Aufschrift „Unite Against Racism“ tragen. Außerdem werden die Stadionsprecher vor jedem Spiel entsprechende Erklärungen vorlesen. So werden rund 500.000 Fans die Aktionen direkt im Stadion, weitere Millionen zu Hause vor dem Bildschirm erleben.

Neben Aktivitäten von Profivereinen bzw. -ligen bietet die FARE-Aktionswoche Fans, Minderheitengruppen und Hobbymannschaften aus ganz Europa die Möglichkeit, gemeinsam die Kraft des Fußballs zu nutzen, um den Kampf für Gleichberechtigung fortzusetzen.

Michael Fanizadeh von der FARE-Koordinierungsstelle in Wien sagte:

„Zu Beginn bestand die FARE-Aktionswoche aus den Bemühungen einer Gruppe besorgter Einzelpersonen und Organisationen, gemeinsam das Bewusstsein für das Problem des Rassismus im Fußball zu schärfen. Heute stellt sie die größte Initiative gegen Rassismus im Sport dar.“

„Die Kampagne gegen Rassismus wird von Jahr zu Jahr immer dynamischer. Im Rahmen der Aktionswoche entstehen viele Partnerschaften mit dem Ziel, weitere Aktionen im Verlauf der Saison zu realisieren.“

„Früher wurde die antirassistische Botschaft nur außerhalb des Stadions verbreitet. Inzwischen sind wir auch innerhalb des Stadions präsent, und unsere Stimmen werden auch zunehmend wahrgenommen.“

Ein Höhepunkt der letzten Aktionswoche war die hohe Beteiligung von Fußballverbänden, Vereinen und NGOs aus Ost- und Zentraleuropa. In England und Wales gingen alle 92 Profiklubs entschlossen gegen Rassismus im Fußball vor. Außerdem fanden 600 Aktivitäten auf lokaler Ebene statt. In diesem Jahr wird es zum ersten Mal auch in der Ukraine und in Weißrussland Aktionen geben, während in Schottland alle 42 Profivereine einen Spieltag gegen Rassismus durchführen werden.