Rassismus wird in Spanien ins Aus befördert18 Oktober 2005

Fans, Spieler und Vereine in Spanien trotzen im Rahmen der FARE-Aktionswoche gemeinsam dem Rassismus.

Die Aktionen fangen mit den prestigeträchtigen Spielen der UEFA Champions League zwischen Villarreal und Benfica Lissabon am 18. Oktober und Real Madrid gegen Rosenborg Trondheim am 19. Oktober an. Vor den Augen von Millionen von Zuschauern entweder live im Stadion oder zu Hause vor dem Bildschirm werden die Mannschaften von Kindern, die T-Shirts mit der Aufschrift „Unite Against Racism“ tragen, aufs Spielfeld begleitet. Ähnliche Aktionen sind für die weiteren zur gleichen Zeit stattfindenden Spiele der Champions League geplant.

In der spanischen Liga reisten Fangruppen aus dem ganzen Land zu einem historischen Treffen zur Koordinierung ihrer Aktivitäten im Rahmen der FARE-Aktionswoche. Für diese Gruppen ist angesichts der Schlagzeilen über rassistische Vorfälle während der letzten Saison das Ende der Fahnenstange erreicht. Zwölf verschiedene Ultragruppierungen von Vereinen der ersten und zweiten Liga werden ein Transparent mit dem Slogan „ultras antiracista unidos“ („Ultras vereint gegen Rassismus“) im Stadion zeigen.

Carlo Balestri vom FARE-Partner Progetto Ultrà, der mit den spanischen Gruppen zusammenarbeitet, sagte:
„Die Teilnahme von vielen spanischen Fangruppierungen an der Aktionswoche ist sicherlich eine sehr gute Nachricht. Außerdem haben sich neulich alle antirassistischen Fangruppen auf der iberischen Halbinsel zusammengesetzt und einen langfristigen Aktionsplan über gemeinsame Initiativen gegen Rassismus und Diskriminierung im spanischen Fußball erstellt. Ich habe mich besonders gefreut, einen solch wichtigen Moment erleben zu können. Während der Sitzung haben die verschiedenen Gruppen mit viel Hingabe, Engagement und Koordinierungsgeschick im Kampf gegen Rassismus gearbeitet. Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft noch weitere gute Nachrichten aus Spanien zu vermelden geben wird.“

Die Aktivitäten sind Teil der 6. FARE-Aktionswoche, die am vergangenen Mittwoch begann und bis zum 25. Oktober läuft. Die Aktionswoche wurde während der Saison 2001/2002 mit Initiativen in lediglich neun Ländern lanciert. In diesem Jahr erstreckt sich die Aktionswoche aber über 35 verschiedene Länder. Die Breite der Aktionen hat sich dabei dank der Teilnahme neuer Gruppen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, dem Balkan und nunmehr Spanien enorm ausgeweitet.

Die UEFA hat im Rahmen ihrer Kampagne „Unite Against Racism“ Aktivitäten bei den folgenden Begegnungen der Champions League geplant:

  • 18. Oktober 2005: FC Bayern – Juventus Turin, Rapid Wien – Club Brügge, Ajax Amsterdam – FC Thun, Sparta Prag – Arsenal FC, Panathinaikos Athen – FC Barcelona, Udinese Calcio – Werder Bremen, Manchester United – OSC Lille, Villarreal – Benfica Lissabon
  • 19. Oktober: Fenerbahçe Istanbul – FC Schalke 04, AC Mailand – PSV Eindhoven, Olympique Lyon – Olympiakos Piräus, Real Madrid – Rosenborg Trondheim, Anderlecht – FC Liverpool, FC Chelsea – Real Betis Sevilla, FC Porto – Inter Mailand, Glasgow Rangers – Artmedia Bratislava.

Unter den teilnehmenden spanischen Gruppen und Vereinen sind: Brigadas Amarillas (CF Cádiz, 1. Liga), Riazor Blues (RC Deportivo La Coruña, 1. Liga), Biris Norte (Sevilla FC, 1. Liga), Peña Mujika (Real Sociedad San Sebastian. 1. Liga), City Boys (Real Murcia CF, 2. Liga), Kolectivo Sur (Jerez CD, 2. Liga), Fossa Garrafoni (Real Valladolid CF, 2. Liga), Bukaneros (Rayo Vallecano de Madrid, 2. Liga B), Resaca Castallana (Burgos, 2. Liga B), Segovirras (Gimnástica Segoviana, 3. Liga), Indar Gorri, Lizarra Hintxa (CD Pamplona, 3. Liga), Comandos verdes (Toledo), Estanda norte (Vitoria).