Top-Stars lancieren Kampagne gegen Rassismus01 Februar 2005

Der bei Arsenal London spielende französische Stürmer Thierry Henry sowie der englische Nationalspieler Rio Ferdinand von Manchester United haben eine von Nike initiierte Kampagne gegen Rassismus lanciert. Einen Teil der Kampagne Stand Up, Speak Up [Steh auf, erhebe deine Stimme] stellt ein Nike-Armband dar.

Thierry Henry trug das Armband, das aus zwei ineinander verschränkten Bändern in Schwarz und Weiß besteht, zum ersten Mal bei der Weltfußballer-Gala im Dezember in Zürich, bei der er als zweitbester Spieler der Welt ausgezeichnet wurde. Im Oktober hatte Spaniens Nationaltrainer Luis Aragones Henry rassistisch verunglimpft. Daraufhin wandte er sich an Nike mit der Idee für die Kampagne.

Verzeihen, aber nicht vergeben
Bei der Lancierung sagte Henry, er könne Aragones zwar wegen der Bemerkungen “verzeihen, aber nicht vergeben“. Die Vorfälle beim Länderspiel zwischen Spanien und England im Bernabeu-Stadion zu Madrid kurze Zeit später hätten außerdem gezeigt, wie weit verbreitet das Problem Rassismus im Fußball sei, so Henry.

“Beim Armband geht es um Rassismus. Rassismus stellt mit das größte Problem für den Fußball in Europa dar. Die Leute denken vielleicht, das Problem wäre verschwunden. Das stimmt aber nicht. Die Spieler auf dem Rasen brauchen die Unterstützung aller Fans, damit die Stimme der Rassisten niedergestimmt und ihnen gezeigt wird, dass ihre Aktivitäten nicht toleriert werden”, fügte er hinzu.

Die Erlöse aus dem Verkauf der Bänder werden antirassistischen Kampagnen in ganz Europa gespendet.

TV-Spots
Die Spieler, neben Henry und Ferdinand unter anderem auch Ronaldinho, Ruud Van Nistelrooy, Claude Makalele, Philip Mexes, Carlos Puyol, Roberto Carlos, Christoph Metzelder, Otto Addo, Adriano sowie Fabio Cannavaro, werden bei einem europaweiten Werbespot mitwirken. Außerdem werden die Nationalmannschaften, die von Nike ausgestattet werden, in den bevorstehenden Spielen spezielle Trikots tragen.

Die Armbänder sind ab dem 6. Februar in allen Nike-Filialen sowie bei anderen Sportgeschäften gegen eine Spende von mindestens 2 Euro erhältlich.

Weitere Einzelheiten sind auf der Nike-Website Stand Up, Speak Up, die ab dem 2. Februar eine Liste der Anbieter enthalten wird, ersichtlich. Die Armbänder sind noch nicht online erhältlich.