Zwei Tage gegen den Rassismus in Ancona26 Oktober 2005

In Ancona waren die zwei geplanten Tage gegen den Rassismus ein großer Erfolg. Am Samstag, den 22. Oktober fand im Stadium ein Cricketspiel gegen Banglancona (die aus Jugendlichen aus Bangladesh und Pakistan bestehende Mannschaft des Sportvereins Assata Shaker) im Beisein vom Vorsitzenden des CONI (dem italienischen Olympischen Komitee), mit dem z.Zt. die Einschreibung der Mannschaft in die B-Liga verhandelt wird, statt. Von 17:30 bis 20:30 Uhr konnte man das kleine Fußballturnier zwischen der Mannschaft des Sportvereins Assata Shaker, mit vielen Ausländern unter den Spielern, den Ultras Ancona, mit einigen Flüchtlingen, welche im einem Aufnahmezentrum des Stadt unterbracht sind, und einer gemischten südamerikanischen Mannschaft, mit Spielern aus Argentinien, Bolivien und Peru, verfolgen.
Siegerin des Turniers wurde die südamerikanische Mannschaft, welche 4-2 gegen die Ultras und 4-0 gegen Assata Shaker gewann; an zweiter Stelle kamen die Ultras, welche 3-1 gegen Assata Shaker spielten.
Alle Mannschaften erhielten ein Pokal mit der Inschrift „13. – 25. Oktober 2005: Sechste FARE-Woche gegen den Rassismus“. Der Tag ging mit einem von den Ultras Ancona angebotenen Aperitif zu Ende.

Die Woche gegen den Rassismus der Ultras Ancona war zwei Wochen davor mit einer Fahne mit der Schrift „Zusammen gegen den Rassismus“, welche in beiden Kurven gezeigt wurde, angekündigt worden.
Am Sonntag, den 23. Oktober haben die Ultras Ancona 50 Einwanderer aus den verschiedensten Ländern, jeder davon mit seiner eigenen Nationalflagge, zum Stadium eingeladen, um das Spiel der C“-Liga Ancona – Castel San Pietro zu sehen.
Die Spieler beider Mannschaften haben die FARE-Fahne gegen den Rassismus bis unter die Kurve gebracht.
Für die von den Ultras Ancona in der Nord-Kurve organisierte Choreographie wurde ein großes Trikot von FC Ancona (20 x 18 m) mit einer 50 Meter langen Fahne und der Schrift „DIE FARBE, DIE ZÄHLT, IST WEISSROT, UND NICHT DIE FARBE DERJENIGEN, DIE ES ANHABEN“ über die Tribüne gezogen, welche lange vom gesamten Stadium mit Applaus und Choren gegen den Rassismus salutiert wurde.

Nach der ersten Halbzeit wurden Raucherzeuger verschiedener Farbe angezündet und dann die Fahne mit dieser Schrift gezeigt: EURE REPRESSION WIRD UNSERE KRAFT NICHT BÄNDIGEN – AMNESTIE AUCH FÜR DIE ULTRAS – NEIN ZU DEN CPT (den Temporären Aufenthaltszentren bzw. Flüchtlingslagern)“ in Bezug auf einen Wahlgang im Gemeinderat von Corridonia über die Errichtungen eines so genannten „temporären Aufenthaltszentrums“, das in der Tat einem Lager sehr ähnlich ist. Die plötzliche Unterbrechung der Sitzung brachte dazu, dass das vorgesehene CPT doch nicht errichtet wird: Allerdings zum Preis von fünf Strafanzeigen (drei gegen Ultras und zwei gegen den Sportverein).
Wie zu erwarten war, haben der lokale Sender „È TV“ und der regionale Sender „Rai3“ viel über die zwei Tage gegen den Rassismus und die anschließende Pressekonferenz, welche gemeinsam mit dem Sportassessor der Gemeinde abgehalten wurde, berichtet.

Somit wollten wir unseren Kampf gegen den Rassismus betonen, und zwar nicht nur anlässlich solcher Veranstaltungen, sondern immer, das ganze Jahr durch, und nicht nur im Stadion, sondern auch auf den Straßen der Stadt.

Polisportiva Antirazzista (Sportverein gegen den Rassismus) Assata Shakur Ancona
Ultras Ancona