Bei der UEFA hängt man sich voll rein, wenn es um die FARE-Aktionswoche geht06 Oktober 2005

Der europäische Fußballverband UEFA stellt sich voll hinter die von FARE organisierte Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung. Während sich manch eine Organisation lieber auf eine unterstützende Erklärung beschränkt, setzt man sich bei der UEFA aber auch gerne körperlich ein. Eine aus UEFA-Mitarbeitern bestehende Mannschaft trägt nämlich ein Fußballspiel als Zeichen der Unterstützung für die Aktionswoche aus.

Die UEFA-Elf, die aus Mitarbeitern der UEFA-Zentrale im schweizerischen Nyon zusammengestellt wurde, tritt am 17. Oktober gegen eine Ortsauswahl im Stade de Colovray an. Im Geiste der Einigkeit wird die Gästemannschaft aus vor Ort lebenden Spielern bestehen, die aus einer breiten Ländermischung, u.a. aus Serbien & Montenegro, dem Senegal, Marokko, Algerien, Kamerun und Russland, stammen. Die Begegnung, inzwischen eine jährliche Veranstaltung, der mit großer Vorfreude entgegen gesehen wird, bezeugt den Wunsch der UEFA, den Fußball auf jeder Ebene des Sports vom Rassismus zu befreien.

Champions League
Derweil organisiert die UEFA etwas höherklassig im Rahmen der Champions League eine Aktionsreihe, an der sich alle 32 Mannschaften während der Aktionswoche beteiligen werden. Bei allen am 18. bzw. am 19. Oktober ausgetragenen Begegnungen wird nämlich eine Aktion gegen Rassismus stattfinden. Die Mannschaften werden von Kindern aufs Spielfeld begleitet, die T-Shirts mit der Aufschrift „Unite Against Racism“ tragen. Außerdem werden die Stadionsprecher vor jedem Spiel entsprechende Erklärungen vorlesen. Im Stadionheft werden Hintergrundberichte zur Kampagne erscheinen. So werden rund 500.000 Fans die Aktionen direkt im Stadion, weitere Millionen zu Hause vor dem Bildschirm erleben.

Zur Aktionswoche sagte UEFA-Chef Lars-Christer Olsson:
„Die Aktionswoche bietet eine hervorragende Möglichkeit, Stellung gegen Rassismus zu beziehen und auf die Vielfalt des Fußballs aufmerksam zu machen. Die UEFA steht voll und ganz hinter der Aktionswoche und im Rahmen unserer eigenen Kampagne 'Unite Against Racism' werden wir unseren wichtigsten Vereinswettbewerb nutzen, um unseren Standpunkt zu untermauern.“

„Wir dürfen uns aber keiner Illusion hingeben, dass es mit Ablauf der Aktionswoche keinen Rassismus im Fußball mehr geben wird. Sie trägt jedoch dazu bei, das Bewusstsein für diese Frage zu fördern and kann der Auslöser für neue Initiativen gegen Rassismus bei Vereinen auf allen Ebenen des Sports quer durch Europa sein.“