Platini zur UEFA-Entscheidung eine Frauenquote einzuführen: „Wir müssen einen Weg finden, die gläserne Decke, die Frauen am Aufstieg hindert, zu durchbrechen.“24 März 2011

„Wir müssen einen finden einen Weg finden, die gläserne Decke, die Frauen daran hindert Positionen von großer Verantwortung in unseren Organisationen zu erreichen, zu durchbrechen“, verkündigte Michel Platini der UEFA-Präsident am Dienstag in Paris, als er dieInitiative, künftig eine Frau in das UEFA Exekutivkomitee zu ernennen, vorstellte.

Das höchste Gremium des europäischen Fußballs hatte den Tag davor darüber abgestimmt seine Strukturen zu öffnen und eine Frau in einen der 19 UEFA Ausschüsse zu wählen.

Die Entscheidung darüber war teilweise das Ergebnis einer von der englischen FA im Jahr 2009 vorgeschlagenen Initiative von UEFA und FARE, welche darauf zielt die Ursachen der fehlenden Repräsentation von Frauen und ethnischen Minderheiten in den höheren Gremien des Fußballs zu identifizieren.

Das Amsterdamer Seminar
Der jüngste Teil des Projekts war ein Seminar, welches in Amsterdam im Januar in Zusammenarbeit mit der niederländischen FA, der KNVB, stattfand. Referenten aus Administration im Fußball, Ex-Spieler und das FARE-Netzwerk kamen zusammen, um neue Forschungsergebnisse zur Untersuchung der Representierung von Frauen und ethnischen Minderheiten zu besprechen.

Michel Platini setzte seine Einführung auf den Vorstoß auf dem Pariser Kongreß mit den Worten fort: „Dies ist ein erster, doch nur symbolischer Schritt in Richtung einer besseren Vertretung von Frauen in Entscheidungsgremien. Aber Symbole sind manchmal der Schlüssel zur Veränderung in der Art, wie wir sie uns vorstellen.

„Ich bin entschlossen, weiter in diese Richtung zu gehen und institutionelle Diskriminierung zu überwinden.“

„Frauen sind die größte soziale Bewegung“
Die Entscheidung gibt Hoffnung, dass nun auch die Unterrepräsentation in allen Formen in Sport angespochen wirdÖ Von dem Fehlen des freien Zugangs zum Fußball für einige ethnische Minderheiten, über die geringe Anzahl von schwarzen Spielern in Traineramt.

Karen Espelund, eine der höchsten angesehen weiblichen Administratoren im Weltfußball, welche den Posten der Generalsekretärin der norwegischen FA seit 10 Jahren innne hält und eine Verfechterin von Quoten als Mittel zur Herbeiführung des Wandels ist, sagte:

„Als einer der größten sozialen Bewegungen, muss Frauen die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv einzubringen und alle Funktionen zu übernehmen – nicht nur als Spielerin.

„Mit dieser Entscheidung beweist die UEFA, dass Fußball für alle da sein kann – auf allen Ebenen. Davon profitiert der Fußballs als solcher und erhält damit gleichfalls Legitimität seiner Gremien auf lange Sicht. “

'A significant first step' „Ein wichtiger erster Schritt“
FARE Exekutivdirektor, Piara Powar, kommentierte: „Dies ist ein wichtiger erster Schritt. Zu sehen, dass Europas Dachverband einen Platy frei macht und sich gleichzeitig zu weiteren Sschrittten verpflichtet, sendet das klare Signal an die restliche Fußballwelt, dass die Zukunft in der Gleichberechtigung und der Anerkennug von Talent liegt.

„Glückwünsche an diejenigen, die aus diesem Wandel herbeiführen haben innerhalb der UEFA und unsere Kollegen innerhalb des FARE Netzwerkes. Wir werden natürlich auch in der Zukunft für weitere Veränderungen eintreten, doch eine Idee, von welcher wir dachten, dass sie ein entfernter Traum sei, ist in dieser Woche Realität geworden. “
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Der zusammenfassende Bericht von Dr. Steve Bradburys Untersuchung: „Representation and structural discrimination in football in Europe: The case of ethnic minorities and women“ kann hier [pdf]. heruntergeladen werden